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Das DE reist nach Montevideo

Auch 2026 - gibt es wieder Theater mit dem DE.  Auf dem Spielplan steht mit „Das Haus in
Montevideo“ von Curt Goetz ein Klassiker des deutschsprachigen Nachkriegstheaters – vielen bis heute vor allem durch die legendäre Verfilmung mit Heinz Rühmann bekannt.


Nach dem opulenten Shakespeare-Spektakel Ein Sommernachtstraum schlägt das DE in diesem Jahr bewusst einen anderen Ton an. Das Haus in Montevideo lebt nicht von großen Effekten, sondern von feinsinnigem Humor, pointierten Dialogen und einer ebenso turbulenten wie hintergründigen Handlung. Regisseur Michael Eßmann verspricht eine Inszenierung, die bewusst etwas reduzierter und ruhiger daherkommt – ohne dabei auch nur einen Funken Unterhaltung einzubüßen.


Im Mittelpunkt der Komödie steht Professor Traugott Nägler, ein überzeugter Moralapostel, der sein geordnetes Familienleben in vollen Zügen genießt: eine pflichtbewusste Ehefrau, zwölf wohlerzogene Kinder und die feste
Überzeugung, stets auf der richtigen Seite zu stehen. Dass er seine eigene Schwester einst wegen einer unehelichen Schwangerschaft aus dem Haus gejagt hat, hält er bis heute für völlig gerechtfertigt.

Doch ausgerechnet diese Schwester ist inzwischen zu Wohlstand gelangt und setzt Näglers älteste Tochter Atlanta als Erbin ihres Hauses in Montevideo ein. Für den Professor beginnt damit ein moralischer Drahtseilakt. Zwar widerstrebt ihm die Reise zunächst – doch bei zwölf Kindern ist Geld bekanntlich Mangelware. Gemeinsam mit seinem treuen Freund, dem Pastor, und Tochter Atlanta macht er sich schließlich auf den Weg nach Südamerika.
In Montevideo angekommen, erlebt der sittenstrenge Professor eine Überraschung nach der anderen. Das geerbte Haus ist keineswegs leer, sondern wird von einer ganzen Schar junger Damen bewohnt. Als sich schließlich herausstellt, dass die Annahme des Erbes an eine Bedingung geknüpft ist, die seine moralischen Grundsätze gehörig ins Wanken bringt, scheint die Heimreise die einzig vernünftige Lösung zu sein. Doch die Saat der Versuchung ist längst gesät – und entfaltet ihre Wirkung auch zurück in der heimischen Kleinstadt. Curt Goetz entwickelt daraus eine Komödie voller Sprachwitz, Situationskomik und überraschender Wendungen, die bis heute
nichts von ihrem Charme verloren hat.

Für das Dramatische Ensemble ist Das Haus in Montevideo ein ideales Stück: Es bietet den erfahrenen Ensemblemitgliedern ebenso wie zahlreichen jungen Darstellerinnen und Darstellern Gelegenheit, ihr Können zu zeigen. Viele Mitglieder des Jungen DE, das bereits eine Woche zuvor mit „Mord im Märchenland“ im Stadtsaal Klösterle auftritt, werden auch hier wieder gemeinsam mit den bekannten Gesichtern des Ensembles auf der Bühne stehen. So verspricht das Theaterherbstprogramm des DE gleich zwei abwechslungsreiche Produktionen innerhalb weniger Tage. 

Aufführungen im Stadtsaal Klösterle

  • Freitag, 20. November 2026, 20.00 Uhr
  • Samstag, 21. November 2026, 20.00 Uhr
  • Sonntag, 22. November 2026, 15.00 Uhr

Der Kartenvorverkauf beginnt am 5. Oktober 2026. Karten sind online sowie bei der Tourist-Information Nördlingen (Marktplatz 2) erhältlich.

Junges DE inszeniert „Mord im Märchenland“

Aufführungen im November

 

„Wenn einer im Märchenland was Unrechtes tut, dann ist das ganz klar der asoziale, herumvagabundierende obdachlose Wolf!“, da sind sich alle Bewohner im Märchenland sicher.  Dabei ist Rolf, der Wolf, mittlerweile sogar Vegetarier und überglücklich mit Rotkäppchen liiert. Ganz zu Unrecht werden ihm die barbarischen Morde an hunderten Geburtshelferkröten zur Last gelegt, die aus mysteriösen Gründen ihr leidvolles Ende an den Mauern des Märchenschlosses finden mussten, und plötzlich wird der Hauptverdächtige selbst zum Opfer...

Sehnsüchtige Prinzessinnen, die auf ihren Prinzen hoffen, ein frustriertes Dornröschen, das zwar ihren Prinzen bekommen hat, ihn aber mit seiner überfürsorglichen Mutter teilen muss, ein einfältiger Jäger, unfähige Kommissare, tanzende Zwerge, ein französisch sprechender Kater und eine übergriffige Oma – die diesjährige Inszenierung des Jungen DE hat so einiges zu bieten.

Nachdem das Junge DE im letzten Jahr sein erfolgreiches Debüt feiern und sich daraufhin über großen Zuwachs freuen durfte, wird die mittlerweile 30-köpfige Truppe aus Kindern und Jugendlichen im Alter von sechs bis 18 Jahren unter der Leitung von Laura Llorada und Michael Eßmann in diesem November gleich zwei Mal ihr diesjähriges Projekt zum Besten geben. Claudia Kumpfes „Mord im Märchenland“ ist eine originelle und spritzige Komödie, die den Humor sowohl junger als auch junggebliebener Theater- und Märchenfreunde trifft.

Die Termine für die beiden öffentlichen Vorstellungen sind am Samstag, dem 14.11.2026, um 14 Uhr und um 17 Uhr.